Die aktuelle Situation in Ägypten ist nur scheinbar ruhig. Sie kann jederzeit wieder kippen, weshalb Reisen in das politisch aufgewühlte Land möglichst unterlassen werden sollten.
Wer aus den verschiedensten Blickwinkeln die aktuelle Situation in Ägypten unter die Lupe nimmt, dem kann schon angst und bange werden. Noch vor wenigen Monaten hätte noch niemand für möglich gehalten, dass es zu einer derart explosiven Situation kommen könnte. Mubarak schien fest im Sattel zu sitzen und das Land war eines der beliebtesten Urlaubsziele der Europäer. Nach langem Hin und Her ist Mubarak aus dem Land geflohen und vorerst hat das Militär unter der Leitung von Mohammed Hussein Tantawi die Herrschaft übernommen. Damit ist zumindest eine gewisse innere Ordnung wieder hergestellt worden. Nach den Verlautbarungen der Militär soll das Kabinett aufgelöst und so schnell wie möglich eine neue Regierung gewählt werden. Das ist auch eine der wichtigsten Forderungen des von den Demonstranten gebildeten Revolutionsrates. Einige der Mitglieder der Mubarak-Regierung dürfen das Land nicht verlassen. Sie sollen wegen verschiedener Vergehen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Doch ob die Militärs die Forderungen des Volkes auch wirklich erfüllt, darüber kann heute noch niemand eine verlässliche Prognose abgeben. An einigen Stellen wird sie mit der Militärdiktatur in Pakistan verglichen, die ihrem Volk die Demokratie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verweigert hat. Die aktuelle Situation in Ägypten bleibt weiterhin kritisch. Das macht der deutschen Wirtschaft zu schaffen, die von dort wichtige Rohstoffe bezieht. Auch rät das Auswärtige Amt nach wie vor sehr dringend von Reisen nach Ägypten ab.
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